Wie wichtig ist das Gewicht auf der Strecke

  • Hallo


    Mich würde interessieren wie wichtig das Fahrzeuggewicht wirklich ist im bereich vom Hobby.
    Ist das wirklich so entscheidend ob ein Auto nun 200kg mehr wiegt oder nicht?
    Oder Spielen so Sachen wie Radstand Breite auch eine rolle?

    Ich habe da neulich ein vergleich gefunden.
    Astra J OPC 1550 Kg normale P zeros, NOS Zeit 8.20 Auto ist von den Abmessungen einiges Grösser
    2014 Leon Cupra 1370kg mit Cup 2 , Zeit 8:15
    Beide haben 280 PS

    Sportauto Zeiten.

    Wen ich also nur gelegentlich 1-2 Runden am Stück fahre ist das nicht so entscheidend. Oder wie seht ihr das?

  • Solange man nur zum Spass fährt ja (=nicht entscheidend). Meiner ist auch original vom Gewicht, hab trotzdem meinen Spass. Der Evo ist von Werk aus ja schon ganz "ok".


    Dennoch ein paar Kilo weniger auf den Rippen steigern auch den Fahrspass, wie bei den meisten Sportarten. Nur irgendwann wird der Aufwand den man betrieben muss sehr intensiv. Dann ist man Rennfahrer oder hat sehr viel Geld übrig um ein paar mal ein paar Runden zu drehen und dann doch langsamer zu sein als ein Könner :). Das Potential des Fahrers ist in erster Linie entscheidend.


    (... Touris sind ja sowieso nicht zum erzielen von Höchstgeschwindigkeiten gedacht. Zu gewinnen gibt es auch nichts)

  • Gewicht spielt mit eines der Hauptaspekte auf der Rennstrecke. Natürlich bringt das alleinige Gewicht sparen nichts. Man muss das alles im Zusammenhang betrachten um die Performance eines Fahrzeuges zu bewerten.

    Aber 200kg weniger sind 200kg weniger in jeder Kurve! Stichwort: Fliehkraft. Je mehr Masse das Fahrzeug beinhaltet, desto schneller neigt es dazu zum Kurvenäußeren zu 'wandern'. (Vgl.: mit dem gleichen Fahrzeug bei gleicher Geschwindigkeit aber geringerer Masse).

  • Weniger Gewicht ist natürlich agiler und einfacher zu fahren. Alle Bauteile haben weniger Arbeit zu verrichten.


    Wichtig ist aber eher dass die Radlasten stimmen und das Fahrzeug gut ausbalanciert ist.

    ...und wenn mans genau nimmt, sollte auch die Federrate/Dämpfung auf das weniger an Gewicht adaptiert werden.

  • Aktuell super Beispiel was wenig Gewicht bewirkt, ist die Alpine A110 S.


    1‘114kg vollgetankt, 292PS aus einem 1,8l und stinknormale 215/245er Michelin Pilot Sport Reifen.

    Ist auf der Nordschleife gerade mal 4s (7.52 zu 7.56) langsamer als ein M2 Competition mit 421PS und Semislicks.


    Das der Reifen gar nichts kann, zeigen die Bremswerte welche bei rund 36m aus 100km/h liegen.

    Mach dem Ding Michelin Supersport oder Cup 2 Reifen drauf, dann ist richtig Party.

  • ja bei gleichem Auto sicher.

    Jedoch hat ein Auto welches grösser ist meist auch eine breitere Spur zum abstützen.


    Ob zb. Ein Polo in den Kurven wirklich schneller ist, nur weil er leichter ist?


    Der golf ist eben wie besagt breiter.

    Das dient ja dan auch wieder der Kurvendynamik

  • Die Spurbreite ist meines Erachtens rein aus physikalischer Sicht unabhängig. Wenn man das idealisiert betrachtet, ist einzig und alleine die Kontaktfläche der Reifen und deren Reibung ausschlaggebend für Zwangskraft (nach innen gerichtete Kraft die der Fliehkraft entgegenwirkt).

    "I thought it would be impossible to make a four door saloon more exciting than the old EVO IX but with the X.....they have!" Jeremy Clarkson :D

  • Er spricht von Nordschleife. Dort ist Leistung und Gewicht eher zweitrangig . Da zählt nur eins - Erfahrung .

    :gruebel: okay? wenn beides mal der selbe fährt würde ich mal behaupten, das stimmt nicht :D

    So knapp?! das ist krass.

  • Hallo zusammen,


    ich halte das Thema Gewicht für enorm wichtig. Abgesehen von der Performance, ist es halt fürs Material deutlich besser verträglich, je weniger Gewicht ihr mit rumschleppt. Reifen, Buchsen, Traggelenke, Bremse sind euch dankbar für jedes Kilo das nicht zusätzlich drückt.


    Wir bemerken den Faktor Gewicht leider jeden Tag seit 10 Jahren in unserer Flotte.

  • Physikalisch unabhängig ist da imho nichts.

    Gewicht, Schwerpunkt, Spurbreite, Neigung. Das spielt alles in der Reihenfolge zusammen.


    Da gibt es bestimmt auch formeln zu... höheres Gewicht und niedrigerer Schwerpunkt wird bei sonst gleichen Parametern sicher so schnell um die Ecke gehn wie niedrigeres Gewicht mit höherem Schwerpunkt. Natürlich geht das nicht unendlich aber in einem gewissen Rahmen kann man hohes Gewicht durch die anderen Parameter ausgleichen.


    Ein Motorrad z.B. ist für die Größe relativ schwer mit hohem Schwerpunkt und hat keine Spurbreite, trotzdem kann man durch die Neigung damit relativ schnell durch die Kurve.

  • :gruebel: okay? wenn beides mal der selbe fährt würde ich mal behaupten, das stimmt nicht :D

    So knapp?! das ist krass.


    er spricht von Hobby . In der Theorie und im Profibereich ist ein leichtes Auto natürlich schneller . Wenn er ab und zu mal 1-2 Runden auf der Nordschleife fährt ist es scheiß egal ob der Evo 100kg mehr oder weniger wiegt

  • Mensch, deswegen hab ich doch idealisiert geschrieben. Sonst kommst Du genau in so eine Diskussion. Wenn Du alles betrachten willst, kommste nie auf einen grünen Zweig. Daher nimmt man idealisierte Objekte an. Massepunkt statt Fahrzeug in realen Abmessungen etc.

    Und wenn man IDEALERWEISE sagt, Massepunkt liegt auf Fahrbahnebene etc... dann erstellt sich ein recht einfaches Bild. Dort gibt es keine Neigung des Massepunktes etc. Im Endeffekt muß Du nur die Fliehkraft gegen Zwangskraft aufheben, sonst wirds keine homogene Kurve. Wie macht man das? Mit der Haftreibung der Reifen. Und da denke ich, ist die Auflagefläche der Interessante Punkt und damit die Haftung.


    Wenn ich jetzt noch betrachte, daß außen die Fliehkraft höher ist und ich damit evtl. breitere Reifen benötige als innen und ich EIGENTLICH einen Massepunkt betrachten wollte....wird das schon wieder zu komplex.

    "I thought it would be impossible to make a four door saloon more exciting than the old EVO IX but with the X.....they have!" Jeremy Clarkson :D

  • Gewicht ist gar nicht so wichtig...

    ausser beim Bremsen, in den Kurven und beim Beschleunigen. Also eigentlich immer! Es gibt nichts Wichtigeres.

    Ausserdem ist es die billigste Performance-Optimierung die es überhaupt gibt. Zuerst kommt mal alles weg was es nicht braucht (das ist umsonst) und dann kommen ein paar Leichtbauteile dazu. Das ist alles in allem wesentlich günstiger zu realisieren, wie 200 PS mehr und das ohne die ganzen negativen Nebenwirkungen, die eine Leistungssteigerung so mit sich bringt.

    Nordschleife braucht kein gutes Leistungsgewicht? Denke nicht, dass das so ist. Es geht z.B. von Bergwerk bis Hohe Acht nur bergauf. Auch sonst ist der Vollgasanteil beträchtlich. Solange man noch nicht weiss, wo die Strasse lang geht, ist das natürlich nicht so entscheidend.