Versicherung inkl. Schutz für Fahrten auf Rennstrecke

  • Hallo zusammen,


    Ich habe nur ein Thema gefunden, das meinem Anliegen teilweise ähnelt.. Da dieses Thema schon 9 Jahre alt ist, dachte ich mir, ich öffne ein neues.


    Viele Versicherungen, inklusive meiner (Nürnberger) schließen ja den Versicherungsschutz bei Fahrten auf Rennstrecke aus. Auch gilt dies wohl meist auch wenn die Fahrten nicht "zu Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten" dienen. Die Nürnberger bspw. bezeichnet solche Fahrten als "Übungsfahrten".


    Meine Frage: Hat jemand Erfahrungen, ob es überhaupt noch Versicherungen gibt, die Schäden auf Rennstrecken bei bspw After Work-Race etc. übernehmen?


    Ansonsten: Was gibt's für Alternativen (außer natürlich stets vorsichtig zu fahren ;))

    - Den Abschleppdienst freundlich bitten das Fahrzeug von der Rennstrecke auf die Landstraße zu schleppen?


    -Hat jemand schonmal Erfahrungen mit speziellen Trackday-Versicherungen gemacht? Also zb eine Versicherung, die immer nur pro Veranstaltung abgeschlossen wird?


    Ich freue mich über jegliche konstruktive Rückmeldung :)


    Grüße aus dem Breisgau

  • Ich stell mir das so vor: Alles was im öffentlichen Verkehrsraum stattfindet ist durch die Versicherung abgedeckt (Ausschlüsse grob Fahrlässig: Alkohol, Rennen, Vorsatz, Reifenschaden, etc.). Was du privat auf privatem Grund machst ist dein eigenes Thema, sprich im Zweifel eine extra Versicherung abschließen oder anderweitig vorsorgen (z. B. vorsorglich ein Ersatz Chassis anschaffen :B). Eine Form von Risikomanagement.


    Auf der Nordschleife bei Touristenfahren (öffentliche StVO Einbahn-Maut-Straße), welche ja explizit nicht zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten ausgeschrieben ist, ist das machbar. Aber im Falle des Falles schwieriger zu klären als bei einem Parkrempler im Parkhaus. Oder wenn dich ein Engländer dich mit brennenden Bremsen abräumt....


    Das ganze leben ist ein Risiko.

  • Von einem Abschleppen von Rennstrecke auf öffentliche Straße rate ich dringend ab. Die Schäden sind meist teuer und werden mit einem Gutachter bzw. in erster Begehung von der Versicherung selbst besichtigt. Die haben Erfahrung. Wenn Fragen hochkommen, und die werden kommen, bekommen die das sehr leicht raus was wirklich passiert ist. Im einfachsten Falle lehnen die eine Regulierung ab, im schlimmsten Fall bekommen die den Betrug raus, Du eine Anzeige inkl. Verurteilung, Kündigung der Versicherung und dann wirds schwer eine neue Versicherung zu bekommen. (In Einzelfällen wird geprüft warum Du die Versicherung wechselst).


    Also mein Tipp: Lass die Finger von solchen Ideen.

    "I thought it would be impossible to make a four door saloon more exciting than the old EVO IX but with the X.....they have!" Jeremy Clarkson :D

  • Shotokan Ichsstimme dir da vollkommen zu. Ich bin mir bewusst, dass es Betrug und ein Grund zur Kündigung ist. Ich habe auch nicht vor, etwas derartiges zu tun. Ich weiß nur, dass das "früher" auf der Nordschleife Gang und Gäbe war (also der Ring noch nicht umzäunt war, also schon eine ganze weile her 😊), deshalb habe ich das halt mal erwähnt.


    Ich fahre ja auch auf der Strecke verhältnismäßig vorsichtig, passieren kann halt leider dennoch immer was.


    Ich habe im Netz auf Anhieb nichts gefunden, ob es auch Tagesversicherungen für einzelne Veranstaltungen gibt. Ich bin ja auch sehr unregelmäßig auf der Rennstrecke, vlt 3-4 x pro Jahr aber ich möchte eben auch hier nach Möglichkeit abgesichert sein.

  • Ah ja, da kommt mir grad noch in den Sinn: Ein weiteres Problem sind noch die Ausschlussklauseln für "absolutes Wagnis" bei Unfallversicherungen (Vor allem, wenn man Rennen fährt oder fahren möchte). Da lohnt es sich ebenfalls, sich ein wenig einzulesen.

  • Ich fahre ja auch auf der Strecke verhältnismäßig vorsichtig, passieren kann halt leider dennoch immer was.


    Ich habe im Netz auf Anhieb nichts gefunden, ob es auch Tagesversicherungen für einzelne Veranstaltungen gibt. Ich bin ja auch sehr unregelmäßig auf der Rennstrecke, vlt 3-4 x pro Jahr aber ich möchte eben auch hier nach Möglichkeit abgesichert sein.


    Die beste Versicherung ist der Fahrer und zugleich das schützenswerteste. Deshalb das Hirn einschalten, es gibt nichts zu gewinnen, nicht beim Trackday und schon garnicht bei den Touris. Risikominimierung beginnt beim "Fakor Mensch" und endet bei einer Versicherung. Kurzum so ein Blechhaufen kann man im Zweifel ersetzen, den Mensch nicht. Zumal der Evo ist ja eher die Kategorie Low Budget ist im vgl. zu M4 Clubsport, GT3 RS, Lambo, Ferrari Pista, McLaren....


    Gleiches Dilemma hier auch bei mir hier.... war schon kurz davor die Teppiche rauszureißen fürn Käfig & Co. Aber jetzt bleibt er erstmal so weil er schön ist und ich geh halt 5m früher auf die Bremse und wenn von hinten was anballert lass ich ihn/es vorbei. Hilft mir auch nichts wenn Betriebsmittel auf der Strecke sind oder X passiert, das ist dann das Risiko welches ich bewusst trage. Für die "gesparten" Versicherungskosten hätte ich mir dann bestimmt schon einen 2. RHD Evo als Ersatz hinstellen können (hätte dann nur das Risiko einer Eskalation mit meiner Frau :ugly:).

  • Die beste Versicherung ist der Fahrer und zugleich das schützenswerteste. Deshalb das Hirn einschalten, es gibt nichts zu gewinnen, nicht beim Trackday und schon garnicht bei den Touris. Risikominimierung beginnt beim "Fakor Mensch" und endet bei einer Versicherung. Kurzum so ein Blechhaufen kann man im Zweifel ersetzen, den Mensch nicht. Zumal der Evo ist ja eher die Kategorie Low Budget ist im vgl. zu M4 Clubsport, GT3 RS, Lambo, Ferrari Pista, McLaren....


    Gleiches Dilemma hier auch bei mir hier.... war schon kurz davor die Teppiche rauszureißen fürn Käfig & Co. Aber jetzt bleibt er erstmal so weil er schön ist und ich geh halt 5m früher auf die Bremse und wenn von hinten was anballert lass ich ihn/es vorbei. Hilft mir auch nichts wenn Betriebsmittel auf der Strecke sind oder X passiert, das ist dann das Risiko welches ich bewusst trage. Für die "gesparten" Versicherungskosten hätte ich mir dann bestimmt schon einen 2. RHD Evo als Ersatz hinstellen können (hätte dann nur das Risiko einer Eskalation mit meiner Frau :ugly:).

    Ja, da gebe ich dir natürlich Recht. Bei solchen Veranstaltungen kann man sonst nur verlieren. Ich versuche natürlich auch möglich vorsichtig zu fahren. Mein Grundgedanke war eben, dass irgendjemand vielleicht eine günstige Versicherung für "Ausnahmefälle" kennt. Das man alles versichern kann ist mir klar, am Ende bleibt es natürlich eine Preisfrage. Wie gesagt, fragen kostet nichts, es hätte ja auch tatsächlich noch eine Kfz-Versicherung geben können, die eben auch "Übungsfahrten" und nicht nur Fahrsicherheittrainings abdeckt. Dann erhoffe ich mir einfach weiterhin immer eine handbreit Luft zwischen Heck und Leitplanke :B

  • Ja Haftpflicht gibt es. Jedoch bin ich mir zu 99% sicher das die auch das verweigert.
    Bezweifle stark das die Unterscheiden zwischen Touris und Trackdays.

    Wen du zb beim TCS ein Fahrsicherheitstraining machst zahlt auch nicht die eigene Versicherung. Dort ist dann der Veranstalter der Versicherer.

  • Haftpflicht übernimmt erstmal den Schaden. Auch wenn du betrunken einen Unfall baust.

    Allerdings können die dann später das Geld von dir zurückfordern, weil du grob fahrlässig oder außerhalb der Vertragsbedingungen gehandelt hast.

    ich gehe ja davon aus, dass ein anderer den Unfall verschuldet. Ob seine Versicherung das Geld bei ihm wieder holt ist mir doch egal.