Fahrzeug-Tuning innerhalb der Garantie führt NICHT zum Garantieverlust!

    • SPONSORENANGEBOT

      Fahrzeug-Tuning innerhalb der Garantie führt NICHT zum Garantieverlust!

      • VDAT: Pauschaler Gesamtfahrzeug-Garantieverlust ist unzulässig!
      • Verbraucher durch „Fehl“-Kommunikation verunsichert
      • Nur betroffene Baugruppen verlieren die Garantie

      Zahlreiche Neuwagen-Kunden möchten ihrem Auto eine persönliche Note geben und es mit Zubehör aus dem freien Aftermarket individualisieren. Und wie steht es um die Garantiezusagen des Herstellers in Bezug auf
      individuell umgerüstete Fahrzeuge?

      „Eine Garantiezusage entfällt nicht pauschal dadurch, dass jemand ein Zubehörteil eines Drittanbieters montiert“, erklärt VDATGeschäftsführer Harald Schmidtke und weist damit auf möglicherweise irreführende Aussagenmancher Marken-Händler und Automobil-Hersteller hin.
      Vergleichbar mit den geltenden Regeln bei der gesetzlichen Gewährleistung kommt es auch bei der Garantie auf den sogenannten „kausalen Zusammenhang“ an, so Harald Schmidtke. Das bedeutet, dass Ursache und Schaden in Verbindung zueinander stehen müssen. Besteht beispielsweise innerhalb des Garantiezeitraumes ein Problem mit der elektrischen Sitzverstellung, so darf der Hersteller die Garantieübernahme nicht mit dem Hinweis auf eventuell montierte Sonderräder ablehnen.
      Leider gibt es diesbezüglich aber vielfach falsche Aussagen gegenüber dem Kunden. Das zeigen Verbraucher-Rückfragen zu diesem Thema beim Verband der Automobil Tuner.
      Der VDAT empfiehlt daher betroffenen Kunden, sich im Falle von Garantieablehnungen mit dem pauschalen Hinweis auf Drittanbieter-Zubehöreine schriftliche Begründung aushändigen zu lassen. "In der Regel ist es auf der Basis einer schriftlichen Stellungnahme relativ einfach herauszufinden, ob sich die Werkstatt beziehungsweise der Fahrzeughersteller mit der Argumentation auf dem Boden gültigen Rechtsbewegt oder nicht“, sagt Harald Schmidtke.

      Natürlich können sich Verbraucher auch an den VDAT wenden. Im Falle offensichtlich ungerechtfertigter Ablehnungen bietet der Verband betroffenen Verbrauchern an, den direkten Dialog mit dem Hersteller zu suchen und so das Anliegen des Kunden zu unterstützen. Sollte das nicht erfolgreich sein, so besteht für den Kunden auch die Möglichkeit der rechtlichen Wahrung seiner Interessen.
      Grundsätzlich gilt: Die Umrüstung eines in der Garantiezeit befindlichen Fahrzeugs mit Zubehörteilen von Drittanbietern führt nicht automatisch und pauschal zum Entfall von Garantiezusagen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „GT997“ ()